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Einladung zur Landesmitgliederversammlung

Landessprecherrat – 06. 12. 2015

Liebe Jupis Sachsen,

hiermit laden wir euch zur Landesmitgliederversammlung 2015 der Jungen Pirat*innen Sachsen ein. Die Landesmitgliederversammlung findet am 19.12.2015 um 13 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Piratenpartei Sachsen statt.

Bei dieser Landesmitgliederversammlung soll ein neuer Sprecher*innenrat gewählt werden. Sollten sich nicht genügend Kandidat*innen für den neuen Sprecher*innenrat finden besteht die Möglichkeit die sächsische Landesorganisation der Jungen Pirat*innen aufzulösen.

Wichtige Infos?

Ort:
Landesgeschäftsstelle der Piraten Sachsen
Kamenzer Straße 13/15
01099 Dresden

Zeit:
Sa., 19.12.2015
13:00 Uhr

vorläufige Tagesordnung:
TOP1: Begrüßung
TOP2: Verabschiedung der Tagesordnung
TOP3: Wahl der Versammlungsleitung
TOP4: Wahl der Protokollführung und der Wahlleitung
TOP5: Verabschiedung der Geschäftsordnung
TOP6: Abstimmung über die Zulassung von Gästen
TOP7: Anträge
TOP7.1: Abstimmung über Auflösung der Landesorganisation der Jungen Pirat*innen Sachsen
TOP7.2: Festlegung der Anzahl von Landessprecher*innen (falls TOP7.1 abgelehnt)
TOP7.3: Wahl der Landessprecher*innen (falls TOP7.1 abgelehnt)
TOP7.4: Abstimmung über weitere Anträge (falls TOP7.1 abgelehnt)
TOP8: Sonstiges (falls TOP7.1 abgelehnt)
TOP9: Verabschiedung

Euer Landesvorstand Sachsen

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Rassismus auf Sachsens Straßen stoppen – Gemeinsame Erklärung

Sonstiges – 23. 11. 2014

Rassismus auf Sachsens Straßen stoppen. Gemeinsame Erklärung der GRÜNEN JUGEND Sachsen, der Jusos Sachsen, Jungen Piraten Sachsen und der Jungliberalen Aktion Sachsen:

Seit vier Wochen kommt es in Dresden zu sogenannten „Montagsdemonstrationen“. Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) versammeln mittlerweile über 1500 Menschen, die gegen „Glaubenskriege auf deutschem Boden“ protestieren. Auch die Gegendemonstrationen gewinnen immer mehr Teilnehmende.
Dazu erklären wir:

Wir unterstützen die Gegendemonstrationen, zu denen die Kirchen, Gewerkschaften und zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen aufrufen. Die PEGIDA versucht Angst gegen alles Fremde zu schüren. Die Religionsfreiheit ist ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht. Diffuse Ängste dürfen nicht zu einer Ausgrenzung Andersgläubiger führen.
Die Angst vor einer vermeintlichen „Überfremdung“ ist angesichts eines geringen Ausländeranteils in Sachsen zudem regelrecht absurd.
Auf den Straßen Dresdens protestieren keineswegs nur besorgte Personen. Die Proteste haben im Kern einen klaren rassistischen und nationalistischen Charakter. Besonders geschichtsrevisionistische Parolen und Zeichen entlarven das eigentliche Anliegen der „PEGIDA“-Anhänger.

Wir stellen uns entschieden gegen jegliche Hetze gegen Geflüchtete und Asylsuchende. Im Gegenaufruf aus der Zivilgesellschaft sehen wir ein wichtiges Signal für mehr Solidarität mit Geflüchteten und Toleranz im Umgang mit anderen Religionen.
Die GRÜNE JUGEND Sachsen, die Jusos Sachsen, die Jungliberale Aktion Sachsen und die Jungen Piraten Sachsen unterstreichen zu diesem Anlass: Wir setzen uns für die Aufnahme von Geflüchteten ein und fordern mehr Unterstützung für die Kommunen und die Organisationen, die sich in ihrer täglichen Arbeit für ein tolerantes und weltoffenes Sachsen einsetzen.

Eine rege Beteiligung an den Gegendemonstrationen setzt ein wichtiges Signal gegen rassistisches Gedankengut in Dresden und Sachsen.

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Rede der Jungen Piraten Sachsen zur 3. Landesmitgliederversammlung der Piratenpartei Sachsen

Sonstiges – 01. 11. 2014

Auf der 3. Landesmitgliederversammlung 2014 der Piratenpartei Sachsen sprach Micha J. Englisch, Landessprecher der Jungen Piraten Sachsen:

Liebe Pirat*innen,

Guten Morgen,

Es ist viel passiert in diesem Jahr. In Sachsen, in Deutschland und in Europa.

Die Pirat*innen haben es geschafft, politische Erfolge zu erringen, mit Julia Reda ist eine Junge Piratin ins Europäische Parlament eingezogen, in fünf sächsischen Kommunalparlamenten sitzen nun Pirat*innen – in Dresden in der Fraktion »Die Linke« sogar als Teil der Stadtratsmehrheit.

Das ist ein Erfolg, wir können stolz auf die Arbeit sein, die viele hier geleistet haben!

Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass 2014 bisher auch ein Jahr voller Niederlagen war.

Ein Rechtsruck auf gesamter europäischer Ebene hat »Front National« einen Erdrutschsieg in Frankreich verschafft, auch in Ungarn, in Großbritannien, in Schweden gab es Erfolge von Faschist*innen und Rechtspopulist*innen. Nicht zuletzt sitzt nun die sogenannte »Alternative für Deutschland« im EU-Parlament und auch im Sächsischen Landtag. Mir macht das Angst, gerade auch im Hinblick auf die Ereignisse vom vergangenen Wochenende in Köln.

Als europäische Gesellschaft müssen wir uns die Frage stellen, was da falsch gelaufen ist und wie wir Faschisten, Rassisten und Chauvinisten zeigen können, dass für ihren Dreck hier einfach kein Platz ist. Nicht in Europa, nicht in Deutschland, und ganz sicher auch nicht hier in Sachsen!

Die Gefahren sind groß und der Zulauf bei »Montagsdemos« – rechtsoffene bürgerliche Demonstrationen, Demonstrationen gegen Geflüchtete, homphoben und antisemitischen Demonstrationen in ganz Deutschland zeigen, wie hier Rassismus, Homophobie, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus salonfähig gemacht werden.

Deshalb braucht es breite Bündnisse, die dem entgegentreten und laut und deutlich sagen: „Nicht Mit Uns!“.

Wir dürfen uns nicht in Streiterein verzetteln und dabei vergessen, dass unsere Freiheit von diesen Gruppen aktiv angegriffen wird!

Wir müssen zusammenstehen – wir, als als Piraten*innen und auch als Antifaschist*innen – nur so können wir unsere Freiheit schützen!

In Thüringen wird aktuell gezeigt, dass es durchaus auch über der kommunalen Ebene eine Mehrheit links der Mitte geben kann, ohne CDU und auch ohne andere rechte Kräfte.

Etwas was vor Jahren noch für unmöglich gehalten wurde, scheint nun zum Greifen nah mit der Rot-Rot-Grünen Koalition. Die Parteien in Thüringen haben sich zusammengerissen, die persönlichen Konflikte hintenangestellt und bereits ein inhaltliches Papier vorgestellt, dass Staunen lässt und nur so von »piratigen« Themen strotzt:

Die Koalition wird den Kampf gegen Rechts intensivieren,

  • sie wird Geflüchtete dezentral unterbringen,
  • sie wird freies W-LAN unterstützen,
  • sie wird fahrscheinlosen ÖPNV testen,
  • sie wird die Befugnisse des Verfassungsschutzes beschneiden
  • und sie wird das Wahlrecht ausbauen.

Viele dieser Punkte haben auch wir in unserem Wahlprogramm für Sachsen gefordert. Wenn Ihr mich fragt, dann zeigt das ziemlich eindeutig, dass wir nur in einem Linksbündnis unsere Inhalte umsetzen können.

Martin und Norbert haben ein Zeichen gesetzt, haben Differenzen überwunden und sich der Fraktion »Die Linke« angeschlossen.

Damit setzen sie nicht nur ein klares Zeichen, sondern haben auch nicht wenige unserer Wahlkampfthemen in den rot-grün-rot-orangen Kooperationsvertrag fest einbringen können und damit so viel Einfluss ausgeübt, wie wir uns nur wünschen können.

Zukünftig muss die Piratenpartei, also Ihr, folglich überlegen, ob die Partei Teil einer solchen linken Mehrheit sein und an progressiven, kreativen und neuen Ideen teilhaben will, oder ob Ihr als Partei irgendwo vorne zwischen den Stühlen enden wollt – nicht wirklich rechts aber auch nicht klar dagegen – als Anti-Parteienpartei ohne klares Rückgrat, ohne klare Inhalte – als nutzlose Partei, die von den Menschen nicht gebraucht wird.

Noch steht die Entscheidung, noch habt Ihr die Wahl.

Vielen Dank, uns allen einen guten Parteitag!

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Wer Grün wählt, wird sich Schwarz-Grün ärgern

Sonstiges – 26. 08. 2014
Vertrocknete Sonnenblumen

CC BY-NC-SA 2.0 Daniela Hartmann

Am Sonntag ist Landtagswahl in Sachsen.

Bereits vor einem halben Jahr haben die sächsischen Piraten auf den klaren Schwarz-Grün-Kurs in Sachsen aufmerksam gemacht.

Auf Twitter behauptet Valentin Lippmann, Landtagskandidat der Grünen, einem „Schwarz-Grün-Kurs“ sei „mehrfach hörbar durch Darstellung unverhandelbarer Inhalte widersprochen worden.“ Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion im Dresdner Stadtrat spricht gar von „einer Phantomdebatte“.

Doch warum sind die beiden eigentlich in der Defensive?

Eine kleine Chronologie von Schwarz-Grün in Sachsen

  • Im November 2013 scheitert ein Antrag von Johannes Lichdi, eine schwarz-grüne Koalition auszuschließen.
  • Im Februar 2014 erklärt Johannes Lichdi seinen Rückzug – begründet mit dem „klaren Schwarz-Grün-Kurs“ von Fraktionsvorsitzender Antje Hermenau, dem Fraktion und Partei folgten. Damit gibt der wohl einflussreichste Gegner von Schwarz-Grün auf.
  • Anfang des Monats erscheint ein FAZ-Artikel, wo die Grünen klarstellen, sie wöllten endlich mitregieren, „wenn es sein muss, auch mit der CDU“ – die einzige Konstellation, die von der FAZ als realistisch angesehen wird.
  • Eine Woche später in der Freien Presse:  Für Fraktionsvorsitzende Antje Hermenau sei die Opposition nicht einig genug für Rot-Rot-Grün, um Regierungsverantwortung kämpften die Grünen trotzdem – sprich: für ein Bündnis mit der CDU.
  • Am vergangenen Freitag luden die Grünen Wahlkämpfer*innen Winfried Kretschmann, den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg nach Dresden.  Nur vier Tage später erklärt Kretschmann im SPIEGEL: „Schwarz-Grün in Sachsen wäre hilfreich, um unsere Optionen auf Bundesebene zu erweitern, keine Frage.“ Auch wenn er dies natürlich den Grünen vor Ort überlasse.
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Einladung zum Jupi-Camp 2014 in Saxn

Dresden, Sonstiges – 05. 07. 2014

Liebe Junge Pirat*innen und Interessierte,
vom 2. bis 10. August findet wie jedes Jahr unser Sommercamp statt.
In diesem Jahr campen wir in Moritzburg bei Dresden. Unser Motto dieses Mal: Staat und Gewalt.
Es werden Workshops und Vorträge mit Themen wie »Racial Profiling« und »Hierarchien in der Bundeswehr« angeboten. Auch die frisch ins Europaparlament gewählte Junge Piratin Julia Reda wird einen Vortrag über Europas Zukunft halten.
Zur Abwechslung und Erholung bieten wir Spiele (z.B. Geländespiele) und gemütliches Miteinander am Lagerfeuer an. Im nahegelegenen See könnt ihr euch bei sommerlichen Temperaturen abkühlen oder Schlauchboot fahren.
Das Orga– und Awarenessteam sorgt für euer Wohlbefinden und eine angenehmes Miteinander, das Küchenteam versorgt euch mit vegan-vegetarischem Essen.
Wir freuen uns auf alte und neue Gesichter und auch auf internationale Gäste!
Wenn ihr gerne dabei wärt und 27 Jahre oder jünger seid, könnt ihr euch unter https://​camp14​.junge​-piraten​.de/ anmelden. Falls ihr minderjährig seid, braucht ihr das Einverständnis des/der Erziehungsberechtigten. Der Teilnahmebeitrag beläuft sich auf 75€ inkl. Verpflegung.
Wer Lust auf Politik, aber auch auf Spiel, Spaß und nette Menschen hat, ist genau richtig.
Wir sehen uns im August!

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Offener Brief an »Homoheiler« Dr. med. Stephan Brücker

Pressemitteilungen – 08. 05. 2014

Dr. med. Stephan Brücker
Georg-Palitzsch-Str. 12
01239 Dresden
Tel. 0351/2864231

Sehr geehrter Herr Dr. Brücker,

die sächsischen PIRATEN fordern nach einem Bericht des NDR über sogenannte »Homoheiler« den Entzug der ärztlichen Zulassung für Ärzt*innen, die Scheintherapien zur angeblichen „Heilung“ homosexuell veranlagter Menschen betreiben.

Wie unsere Recherchen ergeben haben, gehören Sie zu diesen Ärzt*innen. (Quelle)

Wir leben in einer Gesellschaft, die zu weiten Teilen Heterosexualität immer noch als einzig erstrebenswerte Norm ansieht. Die Folgen sind gravierend: Einsamkeit, Sucht, psychischen Erkrankungen, Essstörungen, Rauswurf und Flucht von Zuhause, Mobbing und Gewalt – bis hin zu Suizid. So ist allein das Suizidrisiko von Lesben und Schwulen zwischen 12 und 25 Jahren vier- bis siebenmal höher, als das von Jugendlichen im Allgemeinen.

Es gibt zahlreiche Menschen und Organisationen, die versuchen, unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht ein kleines bisschen besser zu machen. Bestrebungen, die Sie, wie zahlreiche andere Unterzeichner der Marburger Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“, als »totalitär« diffamieren.

Nicht ihre sexuelle Veranlagung treibt Menschen in den Suizid. Es sind Menschen wie Sie, die nicht-heterosexuellen Menschen eine „Heilung“ versprechen, anstatt ihnen zu helfen, mit ihrer Sexualität und den damit einhergehenden Problemen wie der allgegenwärtigen Diskriminierung umzugehen. Es sind Menschen wie Sie, die Heterosexualität als Norm und jede andere sexuelle Veranlagung als Abnorm propagieren und damit zum Hass auf nicht-heterosexuelle Menschen beitragen.

Damit sind Sie des Arztberufs unwürdig. Wir fordern Sie auf, daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Auch werden wir uns wie die PIRATEN dafür einsetzen, dass die Landesdirektion Sachsen Ihnen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 BÄO Ihre ärztliche Approbation entzieht.

Mit freundlichen Grüße,
Ihre Jungen Piraten Sachsen

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Stellungnahme des Landesverbands Sachsen zu den Ereignissen am 13. Februar 2014

Sonstiges – 21. 02. 2014
Stellungnahme des Landesvorstandes der Piratenpartei Sachsen (deren Webseite gerade nicht erreichbar ist):
Der Landesverband Sachsen bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und wird jedem Menschen beistehen, der Opfer von Gewalt-, Vergewaltigungs-, oder Morddrohungen wird.

 

Für uns Piraten ist die Meinungsfreiheit zentrales Element der Demokratie.

 

Wir sind ohne Groll gegen die Streitkräfte der Alliierten des 2. Weltkrieges oder jene, die ihnen auf missverständliche Weise ihren Dank zollen wollten.

 

Wir bekennen uns aber ebenso zum Ziel einer Welt, die ohne Kriege, Menschenrechtsverletzungen und gezielte oder ungezielte Tötungen auskommt, zu einer Welt in der jeder Mensch sein Leben würdig und frei leben kann.

 

Die Piratenpartei Sachsen hat tiefen Respekt und bedauert die Opfer deutscher Luftangriffe und Kriege sei es in Guernica, Coventry, London oder anderen Orten der Welt.

 

Wir werden unser möglichstes tun, und für eine Welt eintreten, in der in Zukunft niemand Grund sieht, Menschen – seien sie an Verbrechen schuldig oder unschuldig – zu bombardieren und zu töten – in Dresden und überall in der Welt.

 

Wir bitten alle Piraten darum, gemeinsam für unsere Ziele und Visionen einzutreten, einander Fehler zu verzeihen und respektvoll miteinander umzugehen. Wir werden als Landesvorstand jede Tagung – ob in Dresden oder anderswo – zu den Themen Gewalt, Krieg, den historischen Fragen oder auch der Grundausrichtung der Piratenpartei tatkräftig unterstützen.

 

Euer Landesvorstand.

 

Piratenpartei Sachsen
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Gemeinsame Pressemitteilung der PIRATEN Dresden und der Jungen Piraten Saxn zum 13. Februar in Dresden

Am 13. Februar versuchten Nazis wie schon in den vergangenen Jahren, die Gedenken an die Opfer der Bombardierung für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Tina Klembt, Antifaschismusbeauftragte der PIRATEN Sachsen und Stadtratskandidatin im Wahlkreis Neustadt, dazu: »Am Tag vor dem 13. Februar konnten Nazis dieses Jahr ungehindert durch die Dresdner Altstadt marschieren. Leider gab es nur ca. 1000 antifaschistische Gegendemonstranten. Im Gegensatz dazu haben sich heute deutlich mehr Menschen an der Menschenkette um die Altstadt beteiligt. Aktionen wie diese sind nicht mehr als Symbolpolitik und bürgerliche Augenwischerei. Wenn es darum geht, die Faschisten aktiv zu blockieren, wird bewusst weg geschaut.«

»Dass die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sich noch stolz mit offensichtlichen Nazis ablichten lässt ist ein Eklat! Ihr Engagement am Donnerstag war nur ein Schauspiel für die Medien. Tatsächlich werden durch aggressives Verhalten der Polizei und Justiz Antifaschisten Steine in den Weg gelegt.«, so Sebastian Beckert, Landessprecher der Jungen Piraten Sachsen.

Es bleibt zu hoffen, dass rechte Kräfte im nächsten Jahr weder am 12. noch am 13. Februar marschieren können. Die PIRATEN und die Jungen Piraten jedenfalls werden auch dann wieder da sein und
blockieren. Immer. Überall.

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Saxn aufmischen!

Auf der Aufstellungsversammlung der Piraten Saxn zur Landtagswahl sprach Sebastian Beckert, Landessprecher Jungen Piraten Saxn:

Guten Morgen Piratinnen und Piraten,

Wir sind am Anfang eines Jahres, das toll für die Piraten werden wird.
Wir haben die Chance, in viele Kommunalvertetungen einzuziehen – in Saxn und in anderen Bundesländern.
Wir haben ebenso im Mai die Chance ins Europa-Parlament einzuziehen.

Und dann im Sommer haben wir die Chance, in den Landtag einzuziehen, deswegen treffen wir uns heute hier.
Lasst uns diese drei Chancen alle nutzen. Lasst uns selbstbewusst als Piraten auftreten und erzählen, warum es uns in all diesen Parlamenten braucht. Lasst uns davon erzählen, wofür wir Piraten stehen.

Wir Piraten haben Kernthemen, die für uns seit Jahren klar sind: Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Daraus entwickelt sich zum Beispiel die Netzpolitik, für die wir stehen, aber daraus ergibt sich auch unser weitergehender Gesellschaftsentwurf. Diesen Gesellschaftsentwurf, den wir im Netz gefunden haben und jetzt nach draußen tragen.

Unser Gesellschaftsentwurf ist geprägt von unserem Kulturverständnis. Ein Verständnis von Kultur, das sich aus der Netzkultur ergeben hat. Ein Verständnis von Kultur, das Jugendkultur großartig findet statt sie zu kriminalisieren.
Unser Gesellschaftsentwurf ist auch geprägt von einer Grenzenlosigkeit. Wir möchten ein grenzenloses Europa, das Asylsuchenden hilft statt sie vor der Festung Europa zu töten. Wir stehen für die Grenzenlosigkeit innerhalb der Europäischen Union statt für Einschränkungen des Schengen-Abkommens, wie sie die letzte Bundesregierung betrieben hat. Wir stehen für die Grenzenlosigkeit innerhalb der Europäischen Union statt für die von der CSU im Moment betriebene Hetze gegen Migrantinnen und Migranten.

Für die Europawahl ist für uns ganz klar:
Wir stehen für eine grenzenlose Demokratie und gegen Hinterzimmerpolitik wie aktuell beim transantlantischen Handelsabkommen.

Wir stehen für eine Politisierung der Europäischen Union durch ein Initiativrecht für das Europa-Parlament statt einer durch die technokratische Kommision gelenkten Europapolitik.
Wir stehen für eine Stärkung der Grundrechte statt deren Abbau.
Wir stehen für eine Abschaffung aller Maßnahmen zur Verhinderung von Migration. Frontex, Eurosur — egal wie sie heißen.
Europa braucht offene Grenzen, denn eins ist sicher: Asyl ist ein Menschenrecht und nichts, auf das man sich bewerben muss!

Für dieses Menschenrecht auf Asyl machen wir uns stark und wir solidarisieren uns mit den Geflüchteten.
Auch in Saxn müssen wir für die Grundrechte eintreten. Wir brauchen eine echte Demokratie und nicht nur die inzwischen schon sprichwörtliche sächsische Demokratie.

Wir müssen gegen die Rechten in Saxn vorgehen, egal ob es die Nazis der NPD sind, die in Schneeberg offen ihre Menschenverachtung in Fackelmärschen zur Schau stellen oder ob sie getarnt sind als sogenannte »besorgte Bürger« oder als sogenannte »Alternative«. Gegen die immer stärkeren rechten Strukturen vorzugehen heißt auch, die Jugendzentren auf dem Land stärker zu fördern, denn da wo sie wegen Raummangel oder Geldmangel schließen müssen, versuchen rechte Netzwerke, ihre braune Ideologie zu verbreiten und tarnen das als Jugendarbeit. Jugendarbeit und die Stärkung von Jugendzentren ist nicht nur Kulturpolitik, es ist auch Bildungspolitik und es ist Sozialpolitik. Hier hat die letzte Regierung großflächig versagt.

In die Arbeit gegen rechts in Saxn haben wir Jungen Piraten und wir Piraten uns eingemischt und wir werden die Politik aufmischen mit unserer antifaschistischen Haltung.
Wir möchten allen Menschen die Möglichkeit geben, sich in der Politik zu beteiligen, sich einzumischen. Auch hier werden wir die Politik aufmischen.

Wir treten ein für ein Transparenzgesetz mit dem wir die öffentliche Kontrolle der Verwaltung fördern werden und das hilft, gegen den Sachsensumpf vorzugehen.

Wir treten ein für eine Bildungspolitik, die für alle Menschen offen steht. Wie notwendig eine gute Bildung ist, zeigten neulich auch die unfassbaren Lügen der Jungen Union zur Pille danach – deutlicher hätte die JU nicht machen können, wie notwendig ein guter Sexualkunde-Unterricht ist. Dass wir die Pille danach rezeptfrei in Apotheken erhältlich machen wollen, ist natürlich vollkommen klar.

Weitere Punkte, für die wir eintreten sind zum Beispiel eine Stärkung der Rechte Prostituierter, eine Abschaffung von stillen Feiertagen, eine Entkriminalisierung aller Drogen, die Vermittlung von Gebärdensprache an Schulen und die Anerkennung dieser als Amtssprache, einen gesetzlichen Whistleblower-Schutz, eine Kennzeichnungspflicht für Polizistinnen und Polizisten, eine Auflösung des Verfassungsschutzes. Und wir sind gegen einen Staatstrojaner und andere Überwachung durch den Staat – das alles sind Puzzleteile unseres umfassenden Gesellschaftsentwurfs.

Wir werden unseren Gesellschaftsentwurf in den kommenden Monaten in den Wahlkämpfen selbstbewusst und stark vertreten, denn wir sind von ihm überzeugt. Wir sind überzeugt von all den Ideen, die wir haben, von den Vorstellungen, die uns leiten und eins können wir ganz sicher sagen: Wir Piraten werden die Parlamente bereichern!

Wir werden uns in Saxn einmischen und wir werden Saxn aufmischen!

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